Verbraucherzentrale vs. Telekom: Abmahnung auch beim LTE-Tarif

13.12.2013 | Ringo

Die Schlagzeilen der Drosselkom reißen nicht ab, jetzt droht eine weitere Abmahnung von Seiten der Verbraucherzentrale. Mehr lesen Sie hier.

Telekom LTE-Drosselung

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat die Deutsche Telekom wegen der Drosselung ihres LTE-Tarifs Call & Surf Comfort via Funk abgemahnt. Diese argumentiert, die Deutsche Telekom solle ihre LTE-Tarife für die Internetversorgung am Land nicht drosseln, wenn die Tarife als „schnelles Internet“ beworben werden. Der Internetanbieter bietet in manchen ländlichen Regionen, in denen kein DSL zur Verfügung steht, spezielle LTE-Tarife an.

Diese werden unter anderem mit dem Slogan „Surfen mit bis zu 100 Mbit/s“ beworben. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen: „Wir sind der Meinung, dass der Tarif ‚Call & Surf Comfort via Funk‘ die Verbraucher unangemessen benachteiligt, weil er eine Geschwindigkeitsdrosselung nach Verbrauch eines bestimmten Surfvolumens vorsieht.“

Drosselung je nach gebuchter Tarifklasse

So wird etwa entsprechend der vertraglich festgelegten Drosselungsklausel beim Tarif S (34,94 Euro) ab etwa 10 Gigabyte gedrosselt. Bei Tarif M (39,95) wird die Surfgeschwindigkeit ab 15 Gigabyte reduziert. Von diesem Zeitpunkt an steht nur noch eine Geschwindigkeit von maximal 384 Kbit/s Downstream zur Verfügung. Dies sei als vorzeitlicher Standard anzusehen, bei dem „allein das Lesen einer E-Mail mit Anhang schon mal zur zeitraubenden Aktion werden“ kann, so die Verbraucherschützer weiter. Noch eingeschränkter werde die Nutzung eines gedrosselten Anschlusses durch mehrere Teilnehmer. Kunden könnten dann ihre vertraglichen Rechte – die Nutzung eines „schnellen“ Internetanschlusses – nicht mehr sinnvoll ausüben.

Forderung nach Verbesserung der Versorgung

„Von dem gepriesenen schnellen Internet via Funk bleibt für die Verbraucher vor allem der Eindruck blumiger Werbeversprechungen. Auch die längst überfällige Verbesserung der Versorgung ländlicher Regionen mit schnellem Internet, maßgeblich auch von Politik und Bundesnetzagentur gefordert, bleibt trotz der nunmehr ausgebauten Technik weiterhin auf der Strecke“, sagt Sprecherin Henschler weiter. Die Telekom hat nun bis zum 11. Dezember Zeit, ein Unterlassungserklärung abzugeben. Andernfalls entscheiden die Gerichte über die Zulässigkeit.

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